Seminare für Lehrerinnen und Lehrer 2002

Tätigkeitsbericht 2002

   

Es konnten zwei Workshops durchgeführt werden:

 

Seminar in Osijek, Ostslawonien, Kroatien vom 9. & 10. November 2002; Thema „Alles gleich, alles verschieden“

Mitarbeitende aus der Schweiz: Daniel Martin, Verena Brönnimann, Marie-Louise Wigger, Agathe Schuler

Mitarbeitende aus Osijek: Monika Simek, Mira Pasalic, Tatjana Budac

Der Workshop wurde organisatorisch vom Ananmaria Vucinic Mitarbeiterin des Friedenszentrums in Osijek vorbereitet und betreut.

Ueber 40 Lehrerinnen und Lehrer aus Osijek, Vukovar und der Baranja.

Nachdem wir im 2001 zwei Workshops in der „Schicksalsstadt“ Vukovar durchgeführt hatten, fand dieses Seminar wieder in Osijek statt, weil sich herauskristallisiert hatte, dass in Vukovar weitere Versöhnungsschritte, wie wir sie uns vorstellten (d.h. engere Zusammenarbeit, Durchmischung der Serbischen und der Kroatischen Schule im gleichen Schulhaus) vorläufig noch nicht möglich sind.

Als Thema des Seminars wählten unsere Kolleginnen das Thema „Alles gleich – alles verschieden“. Mit verschiedenen Methoden wurde das Thema der alltäglichen Vorurteile, Diskriminierungen und Konflikte, die es zwar überall gibt, aber gerade in Ostslawonien seit dem Krieg zwischen den verschiedenen Volksgruppen besonders aktuell sind. Zweites Thema war die Planung und Vorbereitung eines Erfolgs- und Abschlussfestes, das im Mai/Juni 2003 stattfinden soll.

 

Seminar in Novi Sad, Vojvodina, Serbien vom 21. & 22. September 2002; Thema „Gewalt“

Mitarbeitende aus der Schweiz: Ruth Biland, Brigitte Heckendorn, Karl Eisenring,, Annemarie Renold und in der Planung Otti Studer

Mitarbeitende in Novi Sad waren vier Lehrerinnen/Psychologinnen: Petra Gligororijevic, Snezana Rosic, Vera Srdic, Ivana Vucelic.

Für die Planung und Organisation war Ildiko Vracaric in Novi Sad verantwortlich.

Es nahmen 40 Lehrerinnen aus verschiedenen Schulen in Novi Sad am Seminar teil zum Thema „Gewalt in der Schule, bei mir selber, Gewalt in Partnerschaft und Familie, Konflikte als Ursache von Gewalt.

 

Auswertung und Kontakte

Im Januar und im November trafen sich die mitarbeitenden Lehrerinnen und Lehrer zu einer Planungs- und Auswertungssitzung. Zwei Ergebnisse davon waren:

Die Workshops in Serbien werden vorläufig nicht weiter geführt. Im Gebiet von Novi Sad ist zwar nach Jahren der Isolation und des Milosevic-Regime die wirtschaftliche Lage schlecht und die demokratische Strukturen müssen (wieder) aufgebaut werden, doch gibt es keinen Konflikt zwischen verfeindeten Ethnien, der unsere Vermittlungsarbeit braucht.

Für ein neues Projekt in Mazedonien besteht seitens der Mitarbeitenden Interesse.

 

Die Projektleitung (Daniel Martin, Otto Studer und Agathe Schuler) suchte Kontakt mit dem Serbischen Erziehungsministerium und der UNESCO in Belgrad, erhielt aber keine Antwort. Mit dem DEZA und mit Gemeinden Gemeinsam Schweiz wurde ferner erste Gespräche geführt über mögliche neue Projekte von FRIEDENSBRUGG in Mazedonien.

 

Mai 2003                                                                               Agathe Schuler

 

FRIEDENSBRUGG, Postfach, CH-4102 Binningen, e-mail:  info@friedensbrugg.ch  

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                                            Stand: 07. July 2010