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Friedensbrugg Leimental: Jahresbericht 2000Wie an der letzten
Jahresversammlung beschlossen, sind die Projekte Biofarming, Kompost an Schulen
und Pancevo weitergeführt worden. Das erstgenannte Projekt wurde weiter
gemeinsam mit Friedensbrugg Basel geführt und durch die DEZA zur Hauptsache
finanziert. Administration
Der Ausschuss hat regelmässig
getagt. Erfreulicherweise hat Hans Zwicky neu im Ausschuss mitgearbeitet und
auch auf einer Reise unsere Arbeit in Ost-Slawonien kennengelernt. Erstmals
haben wir zum Jahresende 2000 gemeinsam mit Friedensbrugg Basel einen Aussand
zur Information über die beidseitigen Projekte gemacht. Ueber einen Teil
unserer Aktivitäten ist auch dort bereits berichtet worden. Pancevo Während
des Jahres wurden die verbliebenen 20-25 Kinder im Camp von Mitgliedern der
lokalen Friedensgruppe betreut, Schulaufgaben überwacht, verschiedene Beschäftigungen
organisiert und Probleme des Alltags und der Schule besprochen. Besonders
wichtig war die Betreuung in den Wintermonaten, in denen die Lektionen in den
Schulen mangels Heizung nur verkürzt angeboten werden konnten. Für das
Schuljahr 2000/2001 konnten den Schülerinnen und Schülern mit den bewilligten
Mitteln die dringend benötigten Schulbücher gekauft werden. Die
Resultate sind erfreulich. Die Kinder sind fleissig und bringen gute Noten nach
Hause. Da
in den Wintermonaten 1999/2000 die Hilfe aus dem Ausland selten wurde, haben wir
die . Zwischenverpflegung für die Monate Januar bis März weiter finanziert. Die
politische Lage in Jugoslawien hat sich stark verändert. Unsere Partner haben
mit ihrer Tätigkeit dazu beigetragen, das Bewusstsein für Demokratie zu stärken,
sie ermunterten vor allem Frauen in den umliegenden Dörfern, an den Wahlen
teilzunehmen und beteiligten sich selbst an Manifestationen. Die
Kommunikation litt zeitweise unter den Stromausfällen in der Gegend und unter
den Sanktionen des Westens; Ueberweisungen wurden von den deutschen
Korrespondenzbanken mehrmals verweigert. Wir werden aber auch weiter im Kontakt
bleiben und wo möglich den Flüchtlingen für eine neue Zukunft helfen. BiolandbauDie Beratungsstelle BIOPA in Osijek hat sich mit unserer Unterstützung erfreulich weiter entwickelt. Sie hat im Berichtsjahr die Tätigkeit stark ausgeweitet, ist jetzt in über 40 Dörfern aufgetreten und hat eine erste Zusammenarbeit mit einem holländischen Projekt zur Vermarktung von Produkten nach der EU aufgenommen. Diese Erfolge sind dank der Ausbildung der beiden Mitarbeiter auf Bio-Höfen in der Schweiz und dank den Kontakten einiger Mitglieder während der IFOAM-Tagung in Basel möglich geworden. BIOPA hat im letzten Jahr nicht nur wesentlich zur Weiter-Entwicklung der Agrar-Gesetzgebung in Kroatien beigetragen (Demokratisierungsprozess!), sondern auch wieder Kontakte nach Serbien und nach Bosnien aufgenommen. Von der Schweiz aus haben wir auch dieses Jahr wieder zwei Kurse in der Gegend unter der Leitung des FiBL angeboten. BIOPA möchte ein wesentlich erweitertes Projekt für die nächsten drei Jahre durchführen. Ob dessen Finanzierung gelingt, ist noch offen. Die DEZA hat uns informell bereits weitere Unterstützung zugesagt. Auf jeden Fall wollen wir versuchen, die vorhandene Energie der Leute für eine neue Zukunft auch in Serbien (Vojvodina) und Bosnien zu nützen. Kompost Das
Projekt hat eine erfreuliche Eigendynamik entwickelt. Die beiden Kurse von Reto
Lareida für Lehrerinnen im Herbst haben viel Anklang gefunden. Die ganze
Organisation am Ort wurde dank der Initiative des inzwischen gegründeten
Kompost-Vereins von lokalen Organisationen getragen: In Vukovar am
Friedenszentrum von der Stadtverwaltung Osijek, in Vinkovci von der Oekogruppe
der lokalen sozialdemokratischen Partei. Zum ersten Mal sind die beiden Ziele
Biolandbau und Kompost auch gemeinsam verfolgt worden. Kompostieren nach
modernem Konzept wird künftig auch in den Bio-Bauernhöfen propagiert. In naher
Zukunft ist ein gemeinsamer Kurs an der technischen Schule in Beli Manastir für
Kompost und Biolandbau vorgesehen. Die
Frankopan-Schule in Osijek hat vor kurzem mit ihren Oekologie-Anstrengungen das
Zertifikat des EU-Programmes „Oekoschule“ erhalten. Wir möchten dieser und
den anderen Schulen Computer verschaffen, damit sie den direkten Zugang zum
Oekoschulprogramm und anderen Informationen zur Oekologie (und natürlich auch
zur Friedenspolitik) im Internet haben. |
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MANDAPRO AG
Stand: 07. July 2010 |