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Jahresbericht 2003 / 2004
Seminare
für Lehrkräfte in Ostslawonien und Mazedonien
Agathe
Schuler, Daniel Martin, Otti Studer In
diesem Frühling wurden nach zehn Jahren die Seminare in Ostslawonien mit einer
gemeinsamen Veranstaltung abgeschlossen. Die Kolleginnen und Kollegen aus
Ostslawonien präsentierten auf eindrückliche und kreative Art die Ergebnisse
unserer Zusammenarbeit. In
Mazedonien konnten für ein neues Projekte Kontakte geknüpft werden mit
Partnerorganisationen, mit Lehrkräften und Behörden. Unser Ziel ist es, in den
nächsten Jahren Seminare für Lehrkräfte verschiedener Ethnien in Mazedonien
durchzuführen. Aehnlich
wie vor zehn Jahren als FRIEDENSBRUGG im Grenzgebiet von Kroatien und Serbien
startete, sind heute in Mazedonien die Bedingungen schwierig: Arbeitslosigkeit,
fehlende Zukunftsperspektiven und Spannungen zwischen den verschiedenen
Volksgruppen. Die Bevölkerungsgruppen der Mazedonier und Albaner haben seit der
Entstehung des Staates 1991 wenig Vertrauen zueinander. Etwas mehr Details: Seminare
für Lehrkräfte in Ostslawonien und Mazedonien
Agathe
Schuler, Daniel Martin, Otti Studer Fest
der Lehrkräften in Kroatien (28. Mai bis 1. Juni 03) In
diesem Frühling wurden nach zehn Jahren die Seminare in Ostslawonien mit einer
gemeinsamen Veranstaltung abgeschlossen. Eine Gruppe Lehrkräfte aus der
Schweiz, die an den Workshops mitgewirkt hatten, und Freunde der FRIEDENSBRUGG
reisten über Auffahrt aus privater Initiative nach Ostslawonien. Die
Kolleginnen und Kollegen aus Ostslawonien präsentierten mit einem dreitägigen
Programm auf eindrückliche und kreative Art die Ergebnisse unserer
Zusammenarbeit. Es bot sich die Gelegenheit die kulturelle Vielfalt der Region
wie auch deren Naturschönheiten kennen zu lernen. Auch die im Laufe der Jahre
geknüpften Freundschaften konnten gepflegt werden. 4.
Europäischer Kongress für Friedenserziehung in Hamburg (30. Juni bis 4. Juli
03)
Friedensbrugg
ermöglichte drei Lehrerinnen aus Ostslawonien (Kroatien) die Teilnahme am 4.
Europäischer Kongress für Friedenserziehung. Die Frauen, die an den Seminaren
von Friedensbrugg (Workshops für Lehrkräfte, Training für gewaltfreie
Kommunikation) teilgenommen hatten, stellten in einem vielbeachteten Workshop
mit dem Titel „we learn to live in peace with ourselves, with others and with
nature“ das Friedenserziehungsprojekt vor, das sie mit ihren Klassen an einer
ethnisch gemischten Schule im ehemaligen Kriegsgebiet aufgebaut haben.
(vergleiche auch friz, Zeitschrift für Friedenserziehung, 4/03, Christa Zopfi,
Lernen in Frieden zu leben) Seminare
für Lehrkräfte in Mazedonien
Friedenbrugg
möchte in den nächsten Jahren Seminare für Lehrkräfte verschiedener Ethnien
in Mazedonien durchführen. Aehnlich wie vor zehn Jahren als FRIEDRUGG im
Grenzgebiet von Kroatien und Serbien startete, sind heute in Mazedonien die
Bedingungen schwierig: Arbeitslosigkeit, fehlende Zukunftsperspektiven und
Spannungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen. Die Bevölkerungsgruppen der
Mazedonier und Albaner haben seit der Entstehung des Staates 1991 wenig
Vertrauen zueinander. Ueber
die Organisation „Gemeinden Gemeinsam Freiamt“ konnten wir erste Kontakte knüpfen
mit der Organisation „Gemeinden Gemeinsam in Tetovo, Mazedonien. Zwei kurze
Reisen einer Zweierdelegation nach Skopje und Tetovo im Mai und September
dienten dem Knüpfen von Kontakten mit Partnerorganisationen sowie örtlichen
Mitarbeitern und Behörden für ein neues Projekt in Mazedonien. Mit einer
Gruppe von Lehrkräften konnte in Tetovo eine Bedürfnisabklärung durchgeführt
werden. Die
Lehrkräftegruppe in der Schweiz bereitete sich parallel dazu auf die Seminare
in Mazedonien vor: Sie informierten sich über die Situation und die speziellen
Verhältnisse zwischen den Ethnien in Mazedonien (Gespräche mit Mazedoniern,
die in der Schweiz leben); sie arbeitete am Konzept für die Workshops und nahm
die Planung des ersten Workshops der für Mai 2004 geplant ist in Angriff. April 2004/Agathe Schuler
Jahresbericht 2003/2004 zu den Projekten Biolandbau und Kompost Biolandbau
Im
Frühjahr 2003 konnten wir die dritte und letzte Phase des Aufbauprojektes mit
Finanzierung durch die DEZA in Angriff nehmen. Die Beratung wurde auf der neuen
Basis mit Bauern-Gruppen weitergeführt. Die Gruppen erhalten die Beratung durch
die BIOPA-Konsulenten weiterhin gratis. Für die Vertiefung ihrer Kenntnisse
halten sie selber Veranstaltungen unter sich ab; sie planen ihren Anbau und
besprechen auftauchende Probleme. Wenn einzelne Bauern nach wie vor individuelle
Beratung wünschen, so müssen sie künftig einen angemessenen Betrag an die
BIOPA bezahlen. Durch Abkommen mit den Zupanjes (etwa Kantone; BIOPA ist
inzwischen in 4 Zupanje tätig) wird jetzt ein Teil der Saläre für die Berater
vom Staat getragen. Eine
italienische Organisation für die Zusammenarbeit mit Kroatien hat ein Projekt
zur Einrichtung von zwei Musterbetrieben für Biolandbau ausgeschrieben und
BIOPA schliesslich mit der Durchführung beauftragt. BIOIPA hat die beiden
Betriebe festgelegt; einer ist ein neu geschaffener Betrieb mit einem
BIOPA-Mitglied als künftiger Eigentümer, der vertraglich BIOPA ein
Benutzungsrecht eingeräumt hat. BIOPA führt zur Zeit die Planung und
Einrichtung zusammen mit dem künftigen Eigentümer und einer Reihe von
Praktikanten. Im März 2004 ist eine vorläufig letzte Instruktion durch
Schweizer Experten (Markus Lüthi) erfolgt. Ein Gemüsebau-Kurs hat den
Teilnehmern gezeigt, wie sie ihren Gemüsebau im Frühjahr anlegen sollen, um zu
erwartende Probleme möglichst im Voraus zu vermeiden. Bei einem
Nachfolge-Besuch im Mai werden die Resultate besprochen und auf vielseitigen
Wunsch noch Anweisungen zum Einsatz von zulässigen Pflanzenschutz-Mitteln im
Biolandbau abgegeben. Die
Inspektionstätigkeiten sind wie geplant an eine neu gegründete Gesellschaft
BIOINSPEKT übertragen worden. Eine Joint Venture mit der Stiftung für Marktökologie
IMO ist in Vorbereitung. Sie wird BIOINSPEKT helfen, in Brüssel bei der EU für
die Inspektion zum Export nach EU-Ländern akkreditiert zu werden. Die
geplante Vermarktungsgesellschaft EKOHRANA (=Oeko-Nahrung) in der Art einer
Produktionsgenossenschaft konnte noch nicht gegründet werden. BIOPA möchte die
von ihr für ein holländisches Projekt mitgegründete Gesellschaft BIOPA
PRODUKT GmbH zur künftigen Vermarktungsgesellschaft umstrukturieren. Dazu müssen
noch einige Probleme mit den derzeitigen Mitbesitzern (ein paar privaten Bauern)
gelöst werden. Der unter dem DEZA-Projekt angestellte künftige Leiter der
Vermarktungsfirma hat aber unabhängig von diesen Problemen den Bauern beim
Verkauf ihrer Produkte kräftig helfen können. Wir hoffen, dass die gewünschte
Firma bis im Sommer 2004 gegründet werden kann. Mit
dem Ablauf der DEZA-Finanzierung Ende März 2004 wird auch die offizielle
Projektleitung von Friedensbrugg beendet. An einem letzten Treffen des Steering
Committees im Mai wird die weitere Begleitung von BIOPA durch Friedensbrugg
geregelt. Friedensbrugg wird mit den noch vorhandenen Mitteln helfen, besonders
kritische Situationen zu überbrücken. Kompost
An
unserem letzten offiziellen Kurs im Mai 2003 haben zwei serbische Studenten /
Assistenten der Uni Novi Sad von den Teilnehmern des Kurses den ersten Preis für
die beste Projektarbeit zugesprochen bekommen. Sie durften im August in die
Schweiz reisen und hier eine einwöchige Weiterbildung geniessen. Durch ein
speziell von den Kompostberatern BS und BL, sowie den Projektleitern
organisiertes Programm bekamen sie Grosskompostier-Anlagen,
Feldrandkompostierung in Baselland und die dezentralen Kompost-Dienstleitungen
der Stadt Basel zu sehen Durch ein weiteres Besichtigungsprogramm zusammen mit
Gerd Krauth aus Göttingen konnten sie sich auch Anlagen zur Gewinnung
regenerativer Energie, Holzschnitzel-Verbundheizung, eine kommunale Biogasanlage
und eine Hof- Biogasanlage ansehen. Sie werden darüber anlässlich eines
Workshops für Teilnehmer aus ganz Ex-Jugoslawien im Mai 2004 berichten. Der
Workshop wird von G.Krauth organisiert. Die Mitwirkung von verschiedenen
Vereinigungen aus Bosnien, Serbien und Kroatien wird wiederum
inter-ethnische Kontakte ermöglichen. Die
kroatische Kompostvereinigung hat im Berichtsjahr sehr aktiv gewirkt. Sie haben
ein Kurslokal in Osijek eingerichtet und von dort aus Kurse für Schulen
abgehalten und geholfen, die vielen in der Umgebung entstandenen Komposte zu
betreuen. An einem Treffen in Novi Sad haben sie auf Einladung der serbischen
Kollegen mitberaten, wie dort ein Problem-Unkraut kompostiert werden soll. Es
wurde die Idee aufgebracht, ein gemeinsames Projekt zum Studium dieses Problems
einzugeben. Die
Schulen, die an unseren Kompostkursen im Laufe der letzten Jahre teilgenommen
hatten, haben von Friedensbrugg Computer bekommen, damit sie ihre ökologischen
Ausbildungsprogramme mit zusätzlichem Wissen aus dem Internet anreichern können.
Credit Suisse hat uns dafür 50 neuere PCs überlassen, die bei CS gegen die
allerneusten Modelle ausgetauscht wurden. Die Stadtverwaltung Osijek hat den
Transport bezahlt und die Schulen haben selbst für die Installation gesorgt. Friedensbrugg
möchte ein weiteres Treffen ermöglichen, das von den Teilnehmern selbst
ethnieübergreifend in Bosnien organisiert werden soll.
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FRIEDENSBRUGG, Postfach, CH-4102 Binningen, e-mail: info@friedensbrugg.chDesign:
MANDAPRO AG
Stand: 07. July 2010 |