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Kompost und Bio-Paprika für den Frieden Einblicke in die Ökologie-Projekte Margrit u. Peter Fankhauser, Friedensbrugg
____________________________________________________________________________ Einleitung: FRIEDENSBRUGG
ist seit 1995 mit ökologieorientierten Projekten in Ostslawonien (Grenzgebiet
Kroatien, Serbien) aktiv. Programm: Entstehungsgeschichte Kompostprojekte an Schulen Der kroatische Kompostverein Wiederaktivierung einer Städtepartnerschaft Der Weg zur Eigenständigkeit Gründung der Gesellschaft für
Biolandbau BIOPA Die DEZA-Projekte Derzeitiger Stand Pläne für die weitere Entwicklung Fragen und Diskussion In der akuten Kriegsphase war die Bewältigung der Abfallberge ein riesiges Problem. Sowohl die Stadt Osijek (Kroatien) als auch Vukovar (damals Serbische Krajina, jetzt wieder Kroatien) konnten ihre Abfälle nicht mehr loswerden. Das Thema war so brisant, dass sich die verfeindeten Parteien sogar zur Duldung von Kontakten über die Grenzen hinweg bereit erklärten. Die Organisation „Grünes Osijek“ und die Stadtverwaltung Osijek konnten ihre Animositäten überwinden und gemeinsam zumindest den offensichtlich einfachsten Teil einer modernen Abfallbeseitigung angehen: eine saubere Abfalltrennung. Das dezentrale Kompostieren als Weg zur Entsorgung von Grünabfällen wurde von fortschrittlichen Lehrern schon bald als Schulfach eingeführt. Was dann daraus wurde, zeigt die Veranstaltung. Ostslawonien war die Hochburg der grossen Agro-Kombinate. Nur sehr wenige Klein-bauern existierten in der Gegend. Die meisten Leute in der Landwirtschaft waren Angestellte der Kombinate mit sicherem Lohn und mit Vorgesetzten, die für sie planten und ihre Arbeit organisierten. Mit der Zerschlagung der Kombinate als Folge der Öffnung des Ostblocks und des Krieges, hatten viele der Landarbeiter keine Arbeit mehr. Sie und auch Arbeitslose aus anderen Branchen besannen sich wieder auf Familien-Landwirtschaft. In der Anfangszeit mit Mangel an Geld zur Beschaffung von Dünger und Pflanzenschutzmitteln war moderner Biolandbau eine sinnvolle und dazu zukunftsgerichtete Alternative. Interessierte Leute aus der Gegend haben sich zusammengetan und mit unserer Hilfe eine Vereinigung für Biolandbau gegründet. Anfänglich unter Mithilfe des FiBL, später mitfinanziert durch ein DEZA-Projekt ist inzwischen ein Beratungszentrum in Osijek entstanden, das sehr wesentlich zur Förderung des Biolandbaus in Kroatien beiträgt. Wir besprechen die grundsätzlichen, aber auch die simplen alltäglichen Probleme bei der Realisierung dieses Projektes. Eintritt frei, Kollekte Wir danken für grosszügige Spenden zur Deckung der
Unkosten und für neue Projekte Referenten: Margrit Fankhauser, Peter Fankhauser, MADAPRO AG, Friedensbrugg |
Design:
MANDAPRO AG
Stand: 04. Mai 2011 |