|
|
|
Kompostprojekt in Osijek
Reisebericht 2000 nach Osijek von Margrit Fankhauser Reisebericht 2001 nach Osijek von Margrit Fankhauser
Kurzbericht 2001
Im Kompostprojekt
sind wir dieses Jahr gut vorangekommen. Wir konnten wieder drei Workshops
mit Reto Lareida anbieten. Sie wurden von der Stadtverwaltung Osijek
organisiert. Zwei davon fanden an Berufsschulen statt (Donij Miholjac, Beli
Manastir). Die eine dieser Schulen hat auch eine landwirtschaftliche Abteilung.
Kompostieren soll künftig ein Thema in der Ausbildung werden. Bei der andern
Schule soll ein oekonomisches Projekt entstehen: Produktion und Verkauf von
Kompost. Der dritte Kurs fand an der Primarschule in Ilok statt. Die Lehrer
werden dem nachbarlichen Kindergarten ihr Wissen weitergeben. Es gibt heute 53
Kompostplätze im Gebiet rund um Osijek und in den angrenzenden Kantonen. Sie
wurden zum Teil von uns, aber auch von der Stadt, dem Kanton und andern
Organisationen finanziert und vom Kompostverein eingerichtet. Zwei Schulen die
an unserem Programm mitmachten, haben das EU-Zertifikat als Umweltschule
bekommen. Von der Stadt
Osijek wurde ein internationales Treffen für Abfallbewirtschaftung organisiert.
Unter anderem nahmen auch Gemeinden aus Jugoslawien und Bosnien teil. Dort wurde
vereinbart, dass Kompostieren an den Schulen ins Programm aufgenommen werden
soll. Es soll auch ein Projekt „Lets compost on public surfaces“ entstehen.
Wir werden dafür eine Ausbildung für Kompostberater anbieten. Sie soll im nächsten
Jahr als grenzüberschreitender Kurs gestaltet werden. Gleichzeitig soll ein
Kurs über Oeffentlichkeitsarbeit im Abfallbereich für Gemeinden angeboten
werden. A. Spinnler vom Umweltschutzamt BL hat sich bereit erklärt, diesen Kurs
zu geben. Diese Kurse sollen zur Eigenständigkeit und grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit in unserem Arbeitsgebiet beitragen. KurzberichtWie im letzten Bericht angekündigt,
hat sich die Städtepartnerschaft Osijek (Kroatien), Tuzla (Serbien) und Novi
Sad, Subotica (Bosnien) entschlossen, die Erziehungsarbeit an Schulen für
sinnvolle Abfallbewirtschaftung zu unterstützen und Kompostieren als zweckmässige
Beseitigung für Grünmaterial zu fördern. Wir wurden gebeten, einen
Ausbildungsgang für Kompostberater zu organisieren und anzubieten. Im November 2002 fand der
erste Kurs als Einführungskurs statt. Unser bewährter Instruktor Reto Lareida
(Büro Oekoplan) und Dieter Simonet (Ausbilder
von Kompostberatern der Stadtgärtnerei Basel) zeigten die verschiedenen
Facetten der Kompostwirtschaft in einem hervorragenden Kurs auf und die
Teilnehmer arbeiteten engagiert mit. Am Ende des Kurses übernahmen sie in
Gruppen die Aufgabe, bis zum Aufbaukurs im Mai 2003 ein auf das Thema Kompost
bezogenes Projekt durchzuziehen und
darüber zu berichten. Am Kurs im Mai konnten wir mit Ueberraschung feststellen
wie seriös und sorgfältig die verschiedenen Gruppen in der Zwischenzeit
gearbeitet hatten. Studien über das Verhalten der Samen eines wichtigen, für
allergische Reaktionen in der Gegend berüchtigten Unkrautes, die Erarbeitung
einer Serie von Radiosendungen zum Thema, die Erarbeitung erster didaktischer
Ansätze für das Kompostieren im Kindergarten und weitere Themen waren mit
Sachkenntnis bearbeitet worden. Die Gruppen konnten anschliessend die Arbeiten
(mit Ausnahme der eigenen) bewerten und die ersten drei Arbeiten wurden prämiert.
Zwei Assistenten der Uni Novi Sad erhielten den ersten Preis von ihren
vorwiegend kroatischen Bewertern zugesprochen, eine bosnische Gruppe den
zweiten. Die Gewinner des ersten Preises werden von uns im August in die Schweiz
eingeladen, wo sie einen einwöchigen Ueberblick über die Abfallbehandlung in
der Basler Gegend erhalten. Neben theoretischen Abschnitten wurde auch
Praktisches geboten: Labor-Analysen, Herstellung von Kompostsieben oder
Exhaustoren zum Fangen von Kleintieren zur Bestimmung. Am Ende des Kurses beschlossen
die Teilnehmer spontan, dass sie als Gruppe weiter im Kontakt bleiben und
gemeinsam ihre Arbeit weiter entwickeln wollen. Für die Ausbildung sind wir künftig
in der Region nicht mehr nötig. Wir werden keine Kurse mehr anbieten, aber nach
wie vor das Geschehen sorgfältig verfolgen und mithelfen, dass die Gruppen aus
Osijek, Zagreb und Rijeka (Kroatien), aus Novi Sad und Subotica (Serbien) und
aus Tuzla und Maglaj (Bosnien) sich auch weiterhin kontaktieren können. Wir
hoffen natürlich, dass die Gruppen dann auch ihre Landsleute oder gar ihre künftigen
Kolleginnen und Kollegen aus den übrigen Staaten Ex-Jugoslawiens zum
Kompostieren bringen und dabei wieder Kontakte quer durch den Balkan knüpfen
werden. Wenn alles klappt werden wir eine Anzahl Computer bekommen, die dann den
Schulen in der Region ermöglichen sollen, sich mit den Kompostberatern
auszutauschen und im Internet internationale Kontakte zu pflegen und
Informationen zu beschaffen. Wenn es gelingt, die Referentin an einem geeignete
Termin zu bekommen, möchten wir als Abschluss eine Tagung über die
Kommunikation zwischen Gemeindebehörden und dem Publikum organisieren.
|
FRIEDENSBRUGG, Postfach, CH-4102 Binningen, e-mail: info@friedensbrugg.chDesign:
MANDAPRO AG
Stand: 07. July 2010 |