Tuzla 09: 

Bericht über meine Arbeit vom 

11. bis am 16.5. 09

 

 

Ich habe 5 1/2 Tage mit 3 Gruppen (eine ohne Übersetzung auf Englisch) meistens je 3 Stunden gearbeitet, ausser Donnerstag, mit 2 grossen Pausen.

 

Es sind nur 2 Neue gekommen – man sagte mir, die Absage des ersten Termins, auf den sie sich eingestellt hatten (ich war einen Tag vor der Abreise krank geworden..), sei in den meisten Fällen der Grund dafür.

 

Diejenigen, die kamen – 12 Teilnehmende, die oft in 2-3 Gruppen mit gearbeitet haben – waren voll motiviert und engagiert -. so sehr, dass ich einige aufforderte, jetzt selbst Kurse zu geben.

 

Sie erzählten auch vielerlei Erfolgsgeschichten, und wie sie dadurch noch mehr motiviert sind weiter zu machen.

Es geht mir ja bei dieser Arbeit nicht nur um die Vermittlung einer brauchbaren Kommunikations-Methode, sondern um eine HALTUNG. Und die haben die meisten gewonnen – ich war sehr beglückt, als ich das feststellen konnte.

 

Es hat sich jetzt auch eine Übungsgruppe gebildet. Reenu, Frau des Direktors der jetzt indischen Koksfabrik, ist die Verantwortliche. Sie wird NVC auch in ihrer Reiki-Arbeit brauchen und weiter geben. Meine langjährige Übersetzerin will NVC unter MedizinerInnen bekannt machen, die andern tun es als Lehrerinnen oder Schulpsychologinnen an ihrem Arbeitsort.

Der einzige Mann, der schon von allem Anfang an dabei ist, gibt mit Ivona von Amica Educa NVC_Kurse für Psychologie-StudentInnen –mit viel Erfolg! Einige wollten zu meinen Kursen kommen, aber Amica hat die Adressen verweigert, sie möchten das Monopol auf NVC haben. Für mich ist das der Beweis, dass sie nicht verstehen, worum es in NVC geht: Ums Teilen!

Wir konnten wieder im angenehmen Haus von „Peace flame“ im Wald über dem See arbeiten, wo wir uns alle sehr wohl fühlen.

 

Am Freitag hat mir der Erziehungsdirektor wieder eine stündige Audienz gewährt – ich wünschte seine Unterschrift auf den Zertifikaten. Er wirkte diesmal wesentlich hoffnungsloser, bangt für die Jugend, erzählte vom möglichen Weltuntergang (Szenario aus Russland). Hat uns trotzdem ermuntert weiter zu machen.

 

2 Tage machte ich Halt in Novi Sad. Ildiko wünscht sich, dass Lehrekräfte von FB dorthin kommen.

Ich habe eine frühere Mitarbeiterin vom ECHO getroffen, die es wegen krasser Veruntreuung von Spendengeldern verlassen hat. (Ich hatte übrigens dort nie Vertrauen in die Leitung, Peter und Margrit, ich habe das gespürt). Diese Frau arbeitet jetzt bei einer Frauenorganisation in Belgrad und will dort Kurse organisieren.

 

Die Leute in Tuzla möchten im Herbst weiter mit mir arbeiten – mal sehen.

 

 

Basel, 28.5.09             Verena Jegher

 

FRIEDENSBRUGG, Postfach, CH-4102 Binningen, e-mail:  info@friedensbrugg.ch  

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                                            Stand: 07. July 2010